Einsatzstelle werden

Wir freuen uns, dass Sie Interesse daran haben, Einsatzstelle für Freiwilligendienste zu werden.  Vom Einsatz motivierter junger Menschen profitiert nicht nur Ihre Einrichtung, Sie bieten damit auch einen Erfahrungsraum, in dem Jugendliche und (junge) Erwachsene Kompetenzen erwerben, sich persönlich weiterentwickeln und beruflich orientieren können.

 

Um Einsatzstelle zu werden, müssen Sie einige Rahmenbedingungen erfüllen. Beispielsweise muss es sich bei Ihrer Einrichtung um eine kirchliche Einrichtung im Bistum Osnabrück handeln, deren Ausrichtung und Tätigkeitsfeld gemeinnützig ist. Auch müssen u.a. die Qualitätsstandards für Freiwilligendienste der Katholischen Trägergruppe erfüllt werden.

Alle Informationen und Ihre Fragen besprechen wir am besten direkt miteinander. Rufen Sie uns gerne an oder schreiben eine E-Mail:

Kontakt

Sebastian Niemann

0541 318-231

[email protected]

 




Einsatzstellenrückmeldung

Jedes Jahr erhalten Sie als kooperierende Einsatzstelle ein Anschreiben von uns, in dem Sie aufgefordert werden, uns eine Rückmeldung zu Ihren Stellenbedarf im Freiwilligendienst und in regelmäßigen Abständen auch eine Einsatzplatzbeschreibung zu übermitteln. Es ist sehr wichtig, dass wir die geforderten Dokumente spätestens zum im Schreiben angegebenen Zeitpunkt ausgefüllt zurückerhalten.

 

Hinweis: Je detaillierter und ausführlicher Sie das Tätigkeitsfeld beschreiben, desto besser können sich Interessierte ein konkretes Bild vom Einsatzplatz machen.

Auch wenn Sie schon länger bei uns Einsatzstelle sind, müssen Sie die Dokumente jedes Jahr aufs Neue einreichen.

Bei Bedarf finden Sie beide Vorlagen zum Download Sie hier:


Bewerbungsverfahren

Das Bewerbungsverfahren läuft grundsätzlich über uns als Träger und startet Anfang des Jahres. Sollte ein*e potenzielle*r Freiwillige*r direkt auf Sie zukommen, verweisen Sie sie*ihn unbedingt auch an uns bzw. weisen Sie darauf hin, dass eine Bewerbung über unsere Homepage erfolgen muss. Teilen Sie uns ebenfalls den bereits bestehenden Kontakt mit, damit wir eine entsprechende Verbindung ziehen können. 

 

Bewerben sich potenzielle Freiwilligendienstleistende direkt über unsere Homepage, füllen sie online die Bewerbung aus. Nach Bewerbungseingang treten wir mit den Interessent*innen in Kontakt und vereinbaren einen Termin für das Bewerbungsgespräch, in dem wir persönlich zu passenden Einsatzstellen beraten. Die Interessent*innen setzen sich dann mit Ihnen in Verbindung, um ein Vorstellungsgespräch und einen Hospitationstermin zu vereinbaren. 

Internationale Bewerber*innen für einen Freiwilligendienst

Für einen Freiwilligendienst beim Bistum Osnabrück müssen Bewerber*innen einen Wohnsitz und für den möglichen Zeitraum des Freiwilligendienstes auch eine gültige Aufenthaltsberechtigung mit Arbeitserlaubnis in Deutschland vorweisen, die jeweils unabhängig vom Vertrag im Freiwilligendienst sind. Im Bereich des Incoming-Programms arbeiten wir ausschließlich mit Partnerorganisationen aus dem Ausland zusammen. 


Qualitätsmanagement

Das Angebot der Freiwilligendienste in katholischer Trägerschaft basiert auf einheitlichen Qualitätsstandards. Sie bilden die Grundlage für die Rahmenbedingungen eines Freiwilligendienstes vor Ort und seiner Gestaltung als Lerndienst zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und des Kompetenzerwerbs. Die Einhaltung der Standards zur Begleitung der Freiwilligen in den Einsatzstellen wird in regelmäßigen Abständen durch die hauptamtlichen Referent*innen der Freiwilligendienste im Bistum Osnabrück geprüft. Dies geschieht im Zuge des Einsatzstellenbesuchs/-gespräch (s. Punkt "Einsatzstelle sein"). Auch wir werden wiederum durch die Prüfungskommission des katholischen Trägerverbunds überprüft.  



Erfahrungsbericht Einsatzstelle

"Junge Menschen begleiten - eine Aufgabe, die mich bewegt"

Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, Potenziale zu entdecken und Entwicklung mitzuerleben – genau das macht meine Arbeit als Koordinatorin und Mentorin der Freiwilligendienstleistenden bei „St. Lukas Leben erleben“ für mich so besonders.

 

Jedes Jahr begegne ich jungen Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten, Interessen und Zukunftsplänen. Viele lerne ich bereits vor Beginn ihres Freiwilligendienstes in persönlichen Kennenlerngesprächen kennen, einige sogar schon durch Praktika, den Zukunftstag oder andere Begegnungen. Dabei geht es nicht nur darum, einen Einsatzplatz zu finden. Mich interessiert vor allem, was die jungen Menschen ausmacht: Wo liegen ihre Stärken? Was begeistert sie? Wo möchten sie sich ausprobieren und weiterentwickeln?

 

Als große und vielseitige Einrichtung bietet St. Lukas dafür ideale Voraussetzungen. Unsere Einsatzstellen reichen von der Kita über die Tagesbildungsstätte und die Werkstatt für Menschen mit Behinderung bis hin zu Wohnangeboten der Eingliederungshilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Mein Ziel ist es, für jede und jeden den passenden Einsatzort zu finden. Wenn Interessen, Fähigkeiten und Einsatzstelle zusammenpassen, entstehen oft wertvolle Erfahrungen, die lange nachwirken.

 

Zu meinen Aufgaben gehört außerdem die enge Zusammenarbeit mit den Freiwilligendiensten im Bistum Osnabrück. Von der organisatorischen Abwicklung über die Begleitung der Freiwilligen bis hin zum regelmäßigen Austausch arbeiten wir vertrauensvoll und partnerschaftlich zusammen. Diese Zusammenarbeit ist eine große Bereicherung und schafft gute Rahmenbedingungen für ein gelungenes Freiwilliges Soziales Jahr.

 

Während des gesamten Dienstjahres begleite ich die Freiwilligen als Ansprechpartnerin. In regelmäßigen Treffen beschäftigen wir uns mit fachlichen Themen, lernen Konzepte unserer Einrichtung kennen, sprechen über herausfordernde Situationen und die persönliche Zukunftsplanung. Ebenso wichtig ist mir der offene Austausch untereinander, aus dem oft neue Perspektiven und ein starkes Gemeinschaftsgefühl entstehen. Selbstverständlich bin ich auch in schwierigen Situationen oder Krisenzeiten an ihrer Seite.

 

Ein besonderer Höhepunkt ist jedes Jahr unser gemeinsames Abschlussevent, das wir zusammen planen. Dadurch gleicht kein Jahr dem anderen. Ob Kanutour, Paintball, BattleKart oder ein gemütliches Grillfest – die gemeinsamen Erlebnisse schaffen schöne Erinnerungen und einen gelungenen Abschluss eines oft sehr prägenden Jahres.

 

Besonders freue ich mich darüber, dass die Begleitung häufig nicht mit dem Ende des Freiwilligendienstes endet. Viele ehemalige Freiwillige treffe ich später wieder – als Auszubildende, Studierende im Praktikum oder sogar als Fachkräfte in unseren Teams. Zu erleben, wie aus einem ersten Kennenlernen im FSJ eine langfristige berufliche Perspektive entsteht, ist großartig und zeigt, welchen Wert ein Freiwilligendienst für die persönliche und berufliche Orientierung haben kann.

 

Doch unabhängig davon, welchen Weg die jungen Menschen später einschlagen, macht es mich glücklich zu sehen, wie sie im Laufe ihres Freiwilligendienstes wachsen. Viele starten mit Fragen, Unsicherheiten oder dem Wunsch nach Orientierung. Sie gewinnen Erfahrungen, entwickeln Selbstvertrauen, entdecken neue Stärken und treffen wichtige Entscheidungen für ihren weiteren Lebensweg.

 

Ihnen Raum zu geben, sich auszuprobieren, zu wachsen und ihren eigenen Weg zu finden, ist für mich eine Herzensaufgabe. Ein kleines Stück dieses Weges begleiten zu dürfen, empfinde ich als großes Privileg.